Autor:  Dr. Jenny Prüfe - Datum: 30.08.2016

Adhärenz bei transplantierten Kindern und Jugendlichen

Was ist Adhärenz?

Der Begriff der „Adhärenz“ ersetzt zunehmend den der „Compliance“. Hiermit geht auch ein Wandel des Verständnisses zur Rolle des Patienten einher. Während Compliance die Folgsamkeit eines Patienten beschreibt, mit der er ärztlichen Anordnungen nachkommt; so bezieht sich Adhärenz auf die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient und das Ausmaß in welchem es dem Patienten gelingt, gemeinsame Vereinbarungen einzuhalten.

Aus einer einseitigen Ausrichtung, welche Therapieerfolg und -versagen einzig dem Patienten zuschreibt, ist somit ein bidirektionales Geschehen geworden, in welchem Arzt und Patient gleichermaßen gefordert sind, im Rahmen ihrer Kenntnisse und Möglichkeiten den individuell gangbarsten Weg in der Therapie zu finden, welchem beide Seiten zustimmen. Kurz: Aus Therapiemitarbeit wird Therapiezusammenarbeit.

Adhärenz in der Pädiatrie

Für die Pädiatrie bedeutet Zusammenarbeit eine Kooperation auf mehreren Ebenen: Neben dem Kind als Patienten, sind zudem Eltern, ggf. auch Großeltern und andere Verwandte sowie niedergelassene Kollegen mit einzubeziehen. Dabei gilt es immer, die Notwendigkeiten der Therapie mit den Bedürfnissen des Kindes und der Familie auszubalancieren.

Das Ausmaß der Therapiezusammenarbeit und damit verbunden auch eine zuverlässige Medikamenteneinnahme sind maßgeblich für den langen Erhalt eines jeden Transplantates. Ohne die zeit- und dosisgenaue Einnahme der Immunsuppressiva ist ein Transplantatversagen nur eine Frage der Zeit. Neben der Medikamenteneinnahme sind zudem das Einhalten von Kontrollterminen, die aktive Lebensstiländerung (z.B. Diät) sowie die Vermeidung von Risikoverhalten integraler Bestandteil adhärenten Verhaltens.

Dr. Jenny Prüfe, Psychologin und Diplom-Rehabilitations-Pädagogin, gibt im Nachfolgenden einen umfassenden Überblick, worauf man bei transplantierten Kindern und Jugendlichen besonders achten sollte:

Welche Faktoren können die Adhärenz beeinflussen?

Wie misst man Adhärenz?

Was tun bei Non-Adhärenz?

Tipps zur Förderung der Adhärenz und weitere Unterstützungsangebote

Literatur

  1. World Health Organisation. Adherence to long-term therapies: evidence for action. 2003: Seite 27
  2. Misaka et al. Green tea ingestion greatly reduces plasma concentrations of nadolol in healthy subjects. Clin Pharmacol Ther 2014; 95(4):432-438.

    Autor: Dr. Jenny Prüfe

    Dr. Jenny Prüfe
    Psychologin (MPhil), Dipl. Reha-Päd.
    Pädiatrisches Forschungszentrum
    Klinik für Pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen
    Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    Medizinische Hochschule Hannover

    Disclosures

    Kein Interessenskonflikt

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